
Musik und Technik als Leidenschaft
Mein Name stammt aus Holland, ich wurde in den USA geboren und bin Schweizer Staatsbürger. Den größten Teil meiner Jugend verbrachte ich in München, wo ich früh mit dem Querflötenspiel begann. Mein Interesse an der Bauweise des Instrumentes weckte eine Ausstellung zum 100sten Todestag des Münchners Theobald Boehm, dem Erfinder der modernen Flöte. Meine Neugier galt jedoch allen technischen Dingen. In meiner Freizeit zerlegte und reparierte ich alle Geräte, die mir in die Hände fielen. Besonders begeisterte ich mich für Motoren von Autos und Motorrädern, die ich überholte und dabei mein Verständnis für mechanische Systeme schulte.

Zugleich wurde ich dank großer Fortschritte auf der Flöte noch zur Schulzeit als Jungstudent am Richard-Strauss-Konservatorium aufgenommen. Auch dort nutzte ich mein handwerkliches Geschick, indem ich häufig Instrumente meiner Mitstudierenden instand setzte. Nach Schulabschluss stand ich vor der Wahl zwischen meinen beiden Leidenschaften: Musik oder Technik. Statt eines Maschinenbaustudiums entschied ich mich für die Flöte und studierte bei namhaften Lehrern: am Basler Konservatorium bei Peter-Lukas Graf und an der Yale School of Music bei Thomas Nyfenger. Nach einer Saison als Soloflötist des Philharmonischen Orchesters der Stadt Freiburg i.B. folgte 1994 die Festanstellung als Soloflötist bei den Münchner Symphonikern.

Im selben Jahr begann ich in der Goldschmiedewerkstatt meiner Schwester mit ersten Versuchen im Flötenbau und stellte dort Prototypen eines innovativen Flötenmodells her. Mein Vater, der als Physikprofessor fundierte Kenntnisse der musikalischen Akustik besaß, ermutigte mich, mich mit den physikalischen Aspekten der Flöte auseinanderzusetzten. 2011 baute ich meine ersten Kopfstücke und experimentierte mit unterschiedlichen Konstruktionskonzepten. Anregende Begegnungen und Gespräche mit den Flötenbauern Bickford Brannen, Leonard Lopatin, Gerhard Sachs und Young Chan Song bestärkten mich diesen Weg weiterzugehen. Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit und viel positiver Resonanz bei Kolleginnen und Kollegen, entschloss ich mich zur gewerblichen Produktion meiner Kopfstücke.
